Frank Zappa

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Frank Zappa

Frank Vincent Zappa  (* 21. Dezember 1940 in Baltimore, Maryland; 4. Dezember 1993 in Laurel Canyon, Kalifornien) war ein amerikanischer Musiker und Komponist. Er veröffentlichte zu Lebzeiten 62 Musikalben. Zappa wurde in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und erhielt zwei Grammy Awards.

Porträt von Frank Zappa an einem Tisch mit einer Klorolle, die er sich um den Hals gewickelt hat.

 

Frank Zappa im Armadillo World Headquarters (Austin, Texas, 13. September 1977)

Das Synclavier-System ist ein Klangerzeugungs- und Produktionssystem, das von 1975 bis 1991 von dem Unternehmen New England Digital (NED) gebaut wurde. Entwickelt wurde es am Dartmouth College. Zunächst nur ein reiner digitaler Synthesizer auf Basis der FM-Synthese, wurde es bald um Sampling– und Harddisk-Recording-Funktionen erweitert. In den 1980er Jahren wurde es von vielen Musikern weltweit verwendet.

Auch von Frank Zappa

Untersuchungen zum musikalischen Schaffen von Frank Zappa

Rock Big Bands

Charles Mingus: Beethoven und Bach sind ok, wenn sie dir gefallen. Das waren Federhalter Komponisten. Ich wollte immer ein spontaner Komponist sein.

Anfang der 70iger gab es im großorchestralen Jazz 3 Ströme:

1.) die Weiterentwicklung des großorchestralen Free Jazz von Charles Mingus (Let my Children Hear Music 1971), Sun Ra Arkestra, Carla Bley, Mike Mantler (Jazz Composers Workshop), Gil Evans, Alexander Schlippenbach-Globe Unity-1988 Con Temporary Orchestra, Misha Mengelberg, Willem Breuker, Kenny Wheeler, Barry Guy -London Jazz Composers‘ Orchestra, John Coltrane (Ascension), Ornette Coleman -Free Jazz, Anthony BraxtonCreative Music Orchestra), Karl Berger (Woodstock Workshop Orchestra, Leo Smith, Roscoe Mitchell in Europa Willem Breuker (Meister der Persiflage anknüpfend an Hans Eisler und Kurt Weil), Instant Composers Pool Tentet = ICP Orchestra, Mike Westbrook, Keith Tippett, Tony Oxley und Ulrich Gumpert (DDR), Tony Oxley – Celebration Orchestra mit grafischen Partituren von Oxley), Aadvark Orkestra ( Mark Harvey tp), Ken Vandermarks Territory Band, Butch MorrisConduction Orchestern, Satoko Fuji Big Band, Asian American Orchestra um Anthony Brown Percussion, Italian Instabile Orchestra, La Marmite InfernaleLyoner Musikerinitiative A.R.F.I. Japan – Shibusa Shirazu Orchestra, Jaki Byard, Sheila Jordan, Jimmy Guiffre, Pino Minafra, Giorgio Gaslini, Gianluigi Trovesi, Tiziano Tononi, Butch Morris und David Murray conduction sind eine Art dirigierte und gelenkte Improvisation …Dirigent formt aus den Reaktionen der improvisierenden Musikern in Echtzeit ein Stück.

Guillermo E. Brown – das ist es!! Er sampelt das Orchester. Evan Parker – die freie Improvisation als ein Konzept der „multi-minded compositio, wird zugunsten der Annahme eines abendlänischen Formdenkens aufgegeben.? Shibusa Shirazu Orchestra von Disuke Fuwa (bass) = Underground Jazz.

….fast alles hatte einen klangforschenden Ernst.

Free Funk, 

Trash und hohe Kunst treffen aufeinander.

Die großen Orchesterleiter des Free Jazz haben aus dem Geist der freien Improvisation heraus Kompositionen geschaffen, in denen das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Kollektiv ähnlich kreativ gelöst wird, wie dies in den großen Jazzarrangements des tonalen Spiels geschieht.!!

Fixpunkte waren auch: Xenakis, Schönberg, Ligeti, Penderecki..

Techniker der Neuen Musik, wie grafische Notationsformen, aleatorische Elemente oder stochastische Verfahrensweisen, also dem Zufall Raum geben.

Es ging und geht also hier, wie bei Zappa, darum Musik zu schreiben, die Improvisatoren dazu inspiriert, etwas zu tun, was sie sich selbst nicht hätten ausdenken können.

Das braucht auch die Demut des Nichtwissenden, wie John Corbett erklärt hat, sie bedeutet, dass man an etwas Unbekanntes glauben muss, an etwas, das so zerbrechlich wie die Improvisation.

Ken Vandermark glaubt daran, dass sich die frei improvisierte Musik durch kompositorische Mittel verändern wird. Er denkt, dass es die Komposition sein wird, wenn es darum geht, das Improvisieren an einen neuen Ort zu bringen.

2. die Weiterentwicklung der konventionellen Big Band unter Verarbeitung zeitgenössischer Tendenzen

3. die sog. Rock Bigbands

Und natürlich gab und gibt es die verschiedensten Kombinationen zwischen diesen drei Strömungen.

Rock Big Bands: Blood, Sweat & Tears, Chicago, Dreams, The Flock,…

eigentlich sind es kleine Ensembles. Aber auch die Jazz Big Band bestand anfangs in den Zwanzigern aus 8-11 Musikern.

Trotzdem, die Verwendung der Bläser ist oft so simple, dass man denkt, hier schrieben Anfänger, die nichts von den Geheimnissen orchestralen Sätze ahnen – weder im Jazz noch in der Konzertmusik.

Nur Frank Zappa hat bis in die Hälfte der Siebziger Jahre hinein, im engeren Bereich des Rock musikalische Möglichkeiten gefunden, die denen der Meister des Big Band Jazz in Format und Anspruch entsprechen.

Wichtig aber ist, Zappa hat weniger mit Jazz, Blues & Rock angefangen. Sein Schlüsselerlebnis war, wie er immer wieder erzählte, Edgar Verèse, durch ihn ist er zur Musik gekommen.

Varèse hat schon in den Zwanzigern Probleme nicht nur angeschnitten, sondern auch gelöst, die für die spätere klassische  Musikszene wichtig wurden: Probleme des „Geräusches“, der Elektronik, der Perkussivität, der Collagentechnik, der musikalischen density (Dichte).

In der ersten Hälfte der fünfziger Jahre hat Zappa, unbekannt und von niemandem beachtet, die Kurse für Zeitgenössische Muisk in Darmstadt besucht, auf denen fast alle Komponisten vertreten waren, die die damalige zeitgenössische Konzertmusik so radikal verändert haben: Boulez, Stockhausen, Nono, Bernd Alois Zimmermann, Ligeti, Henze, Kagel, Berio.

Das ist die Welt, die Zappa geprägt hat und nach der er sich sehnte, nur sollte man es nicht merken: deshalb die Exzentrik, seine Bizarrerien, sene Pose – gleichzeit ironisiert und ehrlich gemeint!

Am Ende schloß sich der Kreis.Kurz vor seinem Tod 1993 gab er Konzerte mit dem Ensemble Modern und dem Kronos Quartett (beide führende Ensembles der komponierten Neuen Musik).

FRANK ZAPPA "So many books, so little time" - CANVAS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zappas Musik besitzt eine alle Erwartungshaltungen attackierende Turbulenz, die sich gegen mediokre Rockmusiker (veraltet: den Durchschnitt, das Mittelmaß nicht überschreitend; weder besonders gut, noch schlecht) genauso wendet wie gegen manches Jazzklischee.

Hier war er ein Arrangeur, der Charles Ives, die Orioles, Arnold Schönberg und Lightnin‘ Hopkins zusammendachte – mit langen, technisch versierten Gitarrensoli eine Musik krönend, die man auch als zappaesk bezeichnete.

Es war ein vordergründig chaotisches, in Wahrheit aber genau durchchoreogrphiertes Bandgeschehen, in dem Zappa mit verwickelten Rhythmen und komplizierten Taktwechseln den Musiker alles abverlangte, wiewohl er ihnen viel Raum zur Improvisation gab.

The Grand Wazoo 1972 ( Wazoo= a person’s bottom (= the part of the body you sit on) or anus (= the opening through which solid waste leaves the body): … wird oft als Höhepunkt der Zappa-Musik gehandelt.

Hier sind wenn man so will Einflüsse von Miles Davis, John Mc Laughlin, Manitas de Plata, Gil Evans, Kodály, Prokofieff, Strawinsky, Kurt Weil und anderen drin.

Es ist quasi die erfolgreichste Hochzeit von Jazz und Rock (Harvey Siders).

Eine Blues-Improvisation mit Zappa an der Leadgitarre in E Dorian, sein Bruder Bobby an der Rhythmusgitarre und ihr Freund Don van Vliet Vocals.
Zappa: „Während alle anderen Jungs ihr ganzes Geld für Autos ausgaben, kaufte ich Platten (ich hatte kein Auto). Ich ging zu Second-Hand-Läden, um Jukebox-Schallplatten mit Rhythm-and-Blues-Songs zu kaufen […]. Don war auch ein R&B Maniac, also brachte ich meine Singles zu ihm nach Hause und wir hörten stundenlang obskure Hits von Howlin‘ Wolf, Muddy Waters, Sonny Boy Williamson, Guitar Slim, Johnny „Guitar“ Watson, […]“ (Real FZ-Buch). Es wurde in einem leeren Klassenzimmer auf einem Webcor-Reel-to-Reel aufgenommen, das zufällig dort stand und das Song ist in „The lost episodes“ enthalten.

1953 Webcor Model 210 1 Reel-to-Reel (Part 1) - YouTube

Webcore Reel – to – Reel

Nun, ich bin in einem Strudel verloren
Yeah Baby, mein Kopf dreht sich
Nun, seit mein Baby mich gespült hat
Oh, ich bin herumgelaufen, ja, herum und herum
Nun, ich bin in diesem Strudel verloren
Ich gehe weiter runter und runter
Da ist ein großer brauner Fisch
Schau mich an
Er hat keine Augen
Wie konnte dieser Motherfucker das nur sehen?
Oh, Baby-Baby
Ich habe Angst, dass es mich berührt
Nun, ich bin in diesem Strudel verloren
Oh, ich kann nicht einmal sehen
Baby, willst du mir nicht helfen?
Gießen Sie etwas Drano nach unten
Und nimm den Kolben direkt hinter mir her
Ich verrate dir ein kleines Geheimnis, Baby
Ich werde müde von all dem Pinkeln
Mach dich nicht verrückt, Mutter Gans
Ooh, mein Kopf steckt in einer Schlinge

 

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A-study-of-melodies-Frank-Zappa

Mark Volman (vocal) 1971 gemeinsam mit Frank Zappa in Hamburg

1979 fand Frank Zappa Gefallen an einem ostindischen Rock/Jazz-Geiger, L. Shankar. So sehr, dass er mit ihm das Album „Touch Me There“ produzierte. Frank produziert nicht nur, er ist auch Co-Autor der Hälfte des Albums und tritt bei einem Stück, „Dead Girls of London“, auf. Es überrascht also nicht, dass diese Scheibe wie ein Großteil des Materials klingt, das Zappa zu dieser Zeit veröffentlichte, obwohl es technisch gesehen ein „Shankar“-Album ist.

Nach einem Bachelor-Abschluss in Physik in Indien zog Shankar 1969 nach Amerika und promovierte in Ethnomusikologie an der Wesleyan University. Hier lernte er die Jazzmusiker Ornette Coleman, Jimmy Garrison und John McLaughlin kennen, während er als Lehrassistent und Konzertmeister des University Chamber Orchestra arbeitete. 1975 gründeten Shankar und McLaughlin Shakti, eine wegweisende, bahnbrechende und äußerst einflussreiche Ost-trifft-West-Kollaboration mit einem fließenden Sound, der es schaffte, scheinbar unvereinbare Traditionen erfolgreich zu kombinieren. Sein erstes Soloalbum Touch Me There wurde 1979 von Frank Zappa produziert. Shankar gründete 1982 mit der Komponistin Caroline seine eigene Band – The Epidemics. Mit der Band veröffentlichte er drei Alben.

In den 1980er Jahren nahm Shankar regelmäßig als Leader auf und machte sowohl Jazz-basiertes Material als auch indische klassische Musik. Seine 1980er Veröffentlichung des Albums Who’s To Know auf ECM stellte den einzigartigen Sound seiner eigenen Erfindung vor, der zehnsaitigen, stereophonen Doppelgeige. Dieses von Shankar entworfene und vom bekannten Gitarrenbauer Ken Parker gebaute Instrument deckt den gesamten Orchesterbereich ab, einschließlich Kontrabass, Cello, Viola und Violine. Er hat kürzlich eine neuere Version seines Instruments entwickelt, die viel leichter ist als das Original.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

September 19th, 2022 by Afrigal