Dezember 19th, 2021 by Afrigal

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Sunny Murray

James Marcellus Arthur

(* 21. September 1936 in Idabel, Oklahoma als James Marcellus Arthur Murray; † 7. Dezember 2017 in Paris.) war ein US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger. In den frühen 1960er Jahren entwickelte Murray einen metrenfreien Schlagzeugstil, „der den Bedürfnissen des Free Jazz entsprach“ und für weitere Drummer des Genres wie Steve McCall, Don Moye oder Phillip Wilson „richtungweisend“ wurde.

Credit: Redferns/Frans Schellekens

Im Laufe seiner Geschichte hat sich der Jazz als Ergebnis stilistischer Durchbrüche entwickelt, die die Art und Weise veränderten, wie die Musik gespielt wurde. Und bei jeder dieser Veränderungen spielten Schlagzeuger eine wesentliche Rolle bei der Neugestaltung der Art und Weise, wie die Musik präsentiert wurde.

Als Musiker wie Charlie Parker einen neuen Ansatz für Harmonie und Melodie etablierten, waren Bop-Schlagzeuger wie Kenny Clarke Vorreiter und bahnten Innovationen im Rhythmus an.

ESP Disk (oben)

Ornette Coleman führte die Free Jazz- und Avantgarde-Bewegung an, indem sie die konventionellen, sich wiederholenden Akkordwechsel des Jazz zugunsten eines offeneren Ansatzes für Harmonie und Melodie aufgab. Billy Higgins, der auf vielen von Colemans frühen, revolutionären Aufnahmen mitspielte, hielt den rhythmischen Aspekt dieser herausfordernden neuen Ausdrucksform der Black Music zurück.

Von Max Roach, Art Blakey, Buddy Rich, Tony Williams und darüber hinaus hat Jazz eine lange Geschichte von Schlagzeugern, die nicht nur Innovatoren, sondern auch Bandleader und Komponisten waren.

 

Sunny Murray gilt als einer der großen Pioniere des „freien“ Schlagzeugspiels und war ein wichtiger Teil der Free Jazz-Revolution, die in den 1960er Jahren Einzug hielt.

In seiner Arbeit mit Cecil Taylor, Albert Ayler und Khan Jamal – um nur einige zu nennen – lieferte Murray den rhythmischen Impuls für einige der revolutionärsten Ensembles des Jazz. Für seine selbstbetitelte ESP-Disk-Session als Leader rekrutierte Murray Byard Lancaster und Jack Graham am Altsaxophon; Jacques Coursil an der Trompete; und Alan Silva am Bass. Als intensive und explorative Musik wird Sunny Murrays Ton vom Opener „Phase 1, 2, 3, 4“ bestimmt, einem explosiven, neunminütigen Epos. „Angels And Devils“ ist ein dramatisches Stück, in dem sich Intensität neben dem Zusammenspiel von Murrays hämmernder Snare- und Beckenarbeit aufbaut.

usw.

 

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Oktober 1st, 2020 by Afrigal

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Cecil Taylor

 

2020/21….Pandemie

Corona (lateinisch für „Kranz, Krone“) steht für:verschiedene Bedeutungen

The Ensemble
Cecil Taylor: piano
Chris Matthay: trumpet
Chris Jonas: soprano & alto saxophone
Harri Sjöström: soprano saxophone
Elliott Levin: tenor saxophone, flute
Jeff Hoyer: trombone
Tristan Honsinger: cello
Dominic Duval: double bass
Jackson Krall: drums

‚Die Musiker dehnen das Konzept der Synergie auf neue Längen aus und das ganze Stück findet seinen Schwung in der Dichotomie zwischen Chaos und Ordnung, zwischen individuellen Ideen und kollektiver Kohärenz. Am Klavier ist Taylor seinem gewohnten Selbst gleichgestellt und sehr liebenswürdig darin, die Bühne mit so vielen Musikern zu teilen. (François Couture, All Music Guide)

‚Taylors Ensemblemusik ist Klangpoesie, die aus dem Chaos und all den Rätseln des Seins neue Ordnung und Potenzial schafft. Wesentlich.(Cadence Magazine)

Spärliches Klatschen, Stampfen, Geräusche aus Instrumenten und Stimme, nicht als Rhythmus, sondern als lose Abfolge, die anschwillt und abschwillt. Es gibt nur den großen Rhythmus des Schwellens, zusammengesetzt aus unzähligen spontanen Einfällen; einzelne Ton oder Lautfolgen finden sich zusammen mit der Dramaturgie eines abstrakten Hörspiels.
Daraus entwickelt sich dann doch eine Art Rhythmus, eine treibende Abfolge von Tönen und Geräuschen; die Impulse ergeben für Momente eine knappe musikalische Ordnung, die sofort wieder gebrochen wird. Es fehlt das Regelmäßige, ein wiederholtes oder erkennbares Prinzip, um ein harmonisches Ganzes zu erzeugen. Vielleicht gibt es eine Meta-Harmonie, die nur aus dem erhörten Über-Blick entstehen kann.
Die Hör-Erinnerung bleibt ungenau hängen, während die nächsten Töne sich übereinander schieben. Die Musik ist so akut, dass gleichzeitiges Erinnern und Mithören schwer fällt. Die Elemente lassen sich auch kaum erinnern, da sie spontan chaotische Findungen sind. Man kann aus jedem Jetzt nie entkommen.

Johannes Nagel

 

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