Kunst, Raum & NEUE Musik
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Die Maschine ersetzt die menschliche Natur dann, wenn letztere Versagen muss.
Kunst, Raum & NEUE Musik
OHR und AUGE
„Steht alle auf, auch die Toten“
…….gerade in der Klangkunst, der Klanginstallation hat sich die elektronische Musik besonders bewährt.
Natürlich gibt es schon viele Jahre auch Musikinstrumente für die Natur, z.B. die Windharfe,…
das ist aber eine andere Klasse. Die Elektronik kann, falls nötig auch sehr große Distanzen überwinden.
Fakenews Laterne
Visibility from Jakub Nepras on Vimeo.
Verhältnis Klang und Umwelt!!
Freiklangberufler
Klangaussteller
Klanginstallateure
Klangräume
Diese 3 Bücher u.a. begleiten mich seit 1973.
Denkbare Musik ist für diejenigen, die es gerne ganz still haben. sie ist lesbar, unspielbar, ganz ohne Elektronik aufgrund der Konzeptpartitur.
oder Die Landschaft als Partitur

Spannungsfeld: Natur – Technik – Kultur
Hören ist bereits Teilhabe, Teilnahme. Das ist die erste Stufe der Interaktion. Das Publikum soll aus seiner Konsumhaltung, seiner Passiviatät gelockt werden. Am einfachsten dadurch, dass man sie in Bewegung setzt.
Auch bei den frühen wegweisenden Installation gehörte es zur Grunderfahrung, dass man die Klänge durch das Umhergehen jeweils anderst hört.
Musik für Räume gehört zur Konzeptkunst.
Klangraum – Klangskulptur – Klang environmet – Klangausstellung – Klangbeschallung – Klanghaus………………………
…..Fragen Natur und Heilung, Mensch und Raum, Lebensformen und Erdbeziehung, mythologischem Bewusstsein sowie menschheitsgeschichtliche Perspektiven, die für unser gegenwärtiges Leben relevant sind.
Klanginstallation von Walter Fähndrich: Der Wald singt bei den drei Linden.Music for Twilight. Die Ohren öffnnen sich unwillkürlich für den Naturlaut!
Dem Ort wird eine andere Dimension verliehen. Musik ist immer ein Eingriff in einen Raum. Aufgabe des Musikers ist es herauszufinden, welche Musik in welchen Raum passt.
Was würde hörenderweise diesem Raum entsprechen?? Das ist dann auch ein Im,puls für Vorstellungsräume, die darüber hinausgehen, was sich umnittelbar den Sinnen erschließt. Das ist mehr als Beschallung.
http://test.afrigal.online/2020/12/harry-lehmann-2/
Oft wird die Musik vom Computer gesteuert!!
Eine Skulptur kann man nicht sofort als Ganzes erfassen, sehen.Man kann nicht gleichzeitig alles sehen.
Das gilt auch für Musik im Raum. Man muss sich mit ihr beschäftigen, um dieses statische Gebilde gleichsam als Ganzes entstehen zu lassen.
Lärmschutz?? Verkehrsordnungen??
Eine Installation muss so leise sein, dass man sie kaum hört.
Suspended Sound Line
Max Neuhaus hat den Begriff Sound Installation 1971 geprägt!!
Hoffen wir es!! Sagen wir es laut: dass ihm unsere Sympathie gehört, selbst an dieser Stätte wo es stört.
Musik für Räume verzichtet auf die Gestaltungsebene Zeit!! Auf B muss nicht A folgen. Es gibt keine Höhepunkte, keine Entwicklungen, keine Spannungsabläufe, keine Dramatik.
…und doch scheint einem die Natur mit verneuter Schönheit entgegen.
der Blick auf den Musiker fehlt hier im Gegensatz zu einem Konzert. Dadurch lösen sich die Klänge, werden frei für Assoziatione. Klangistallationen haben auch etwas Meditatives, Geistliches. Ora et labora – Benedikt.
Glocken z.B. sind die Urklanginstallationen.
Hans Wüthrich
ZUM TANZ :: 2003 :: Klanginstallation, Zusammenarbeit mit Peter Allamand (Tanzbühne/2,5x4m aus Holz, beweglicher Tanzboden löst Töne an Akkordeons aus, die unter dem Tanzboden installiert sind) vom klangraum heiligkreuz 2003, einer Ausstellung mit Klanginstallationen und Klangaktionen 29.6.-19.10.03 in Heiligkreuz, Entlebuch. Fotos.
Andres Bosshard hat auch Schulhöfe gestaltet mit z.B. speziellen Brunnen.
Mit Schallwellen, die zu Wasserwellen werden, dann zu Lichtwellen und Wandbildern wird der physikalische Energieraum von elektronischen Medienraum durchdrungen.
Die Geräusche des Schulhofes werden quasi im Sinne des Umweltschutzes verändert.
Ähnliche Ideen findet man auch bei Alexander Lauterwasser.
Viele Installationen protestieren so gleichsam gegen eine überlaute akustische Umwelt.
John Cage wählte eine andere Strategie, die wir heute allerdings nicht mehr ganz so einfach übernehmene können.
Er setzte sich an das offene Fenster und hörte den Umweltgeräuschen zu, das heisst, er akzeptierte sei. Begegnung statt Flucht könnte man sagen.
Interaktion ist eine fragile Angelegenheit, sie funktioniert in erster Linie übers Hören, nicht übers Tun.
Komponieren heißt somit Orientierung schaffen in einer Klangwellen überfluteten akustischen Umwelt, Kompnieren heißt vernetzen.
Umweltbewusstes Hören ist heute ein eigener Forschungszweig.
Sein Buch zum Hören lernen fordert auch einen elektronischen Musiker im Sounddesign heute noch!!
ebenso: Hildegard Westerkamp
und
Pierre Mariétan
Gründer der Gruppe für Musikwissenschaft und Musikproduktion, GERM, 1966 und des Labors für Akustik und Stadtmusik, LAMU, 1979. – Berater der LAMU, Architekturschule von Paris-La-Villette (2007)
Dem Klang des Alltags einen ästhetischen Wert beizumessen!!
Heute leiden wir unter dem Lärm!! – Die Stille existiert nicht. Sie ist eine Abstraktion, eine bestuimmte Stufe von Lärm, eine Abwesenheit von Klang.
Von der Kreativität zur Therapie??
Zuviel Stille ist ebenso unerträglich wie zuviel Lärm.
LAMU
Klangforscher – Klangarchitekt

Marie-Cécile Reber
Lindengartenweg 3
CH-6005 Luzern
Switzerland
Wie wichtig ist es für die Wahrnehmung, das Wie und Woher von Geräuschen bestimmen zu können, sie zu identifizieren?
Sie bleibt bei manchen offen, andere Künstler legen Wert darauf und sie stellet sich seit den Anfängen der Musique concrète.
Alfred Zimmerlin
Margrit Rieben
Margrit „Maru“ Rieben (* 6. Mai 1963 in Bern) ist eine Schweizer Jazzschlagzeugerin und Musiklehrerin.
Schweizer Weltmusiktage
Markus Eichenberger
Das Langzeitprojekt Hörgänge von Markus Eichenberger ist eigentlich ein Tagebuch, keines des Schreibens, sondern des Hörens. Seit Jahren ist Markus Eichenberger permanent mit Aufnahmegerät und Minikunstkopfmikrophon ausgerüstet unterwegs und nimmt auf, was ihm begegnet. Daraus ist mit den Jahren ein imposanter Katalog an Geräuschen und Klängen entstanden, welche durch die Kunstkopfmikrophonie genau festgehalten sind. Es existieren Unterkataloge zu den Themen Verkehr, Tiere, Natur, Fahrstühle, öffentliche Gebäude und Musik im öffentlichen Raum.
Die Installation besteht aus einem möglichst kargen Raum, der mit 12 Stühlen ausgestattet ist. Unter den Stühlen ist je ein Discman befestigt, welcher mit einem geschlossenen Kopfhörer ausgestattet ist. So kann man 12 ausgesuchte Stationen akustisch besuchen und mittels Kunstkopfmikrophonie so hören, als wäre man selbst dabei. Zusätzlich ist über Lautsprecher, quasi als Environment, eine weitere, oft kontrastierende, Station, in regelmässigen Abständen zu hören.
Hörgänge lässt uns unsere akustische Umwelt wahrnehmen, wie sie ist. Sie führt uns die Feinheiten und musikalischen Qualitäten unserer oft verdrängten akustischen Umwelt vor Augen − besser gesagt vor Ohren. Tritt man aus der Installation heraus, hat man das Gefühl, die eigenen Ohren seien zu grossen Wahrnehmungstrichtern herangewachsen und wir hören unsere direkte Umwelt für wenige Stunden mit einer enormen Bewusstheit.
Kontemplation & Kopfhörer
Der Kopfhörer der uns vereinzelt und voneinander isoliert, hilft uns bei der Kontemplation.
Marcus Maeder: Unbekannte Klangwelt leidender Ökosysteme
Wie klingt die Biosphäre, wie tönen Ökosysteme? Mit neu entwickelten Aufnahmetechniken erforscht Marcus Maeder die Geräuschkulisse im Erdboden und im Geäst von Bäumen, die unter Wassermangel leiden. Er gewinnt dabei nicht nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern entwickelt gleichzeitig neue künstlerische Ausdrucksformen in Bild-Ton-Installationen. Aus dieser Synergie an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst entstehen neue Erfahrungs- und Kommunikationsformen zur sensibilisierten Auseinandersetzung mit bedrohten Ökosystemen.
Jan Schacher
Edu Haubensak
Composer
Klangkunst im öffentlichen Raum
Sven Anderson
TONundTON
Was macht nun die besondere Attraktion von Klanginstallationen aus??
Auf S.354 des Buches MUSIK aus dem NICHTS (2008) von Bruno Spoerri nennt derselbe u.a. folgende Faktoren.
- Das Interesse am Klangraum, am Klangort etc., geweckt vor allem durch die
elektronische Musik und die Möglichkeiten der Klangverteilung. - Die Unbotmässigkeiten einer räumlichen Musik lassen sich elektronisch-installativ am besten umgehen.
- Der Wunsch elektronischer Musik, nicht bloss aus Lautsprechern zu erklingen,
sondern in einem Umfeld zu erscheinen. - Hören als Synonym von Verstehen, Aufmerksamkeit, Konzentration; ja Hören
als geradezu moralischer Imperativ. Hören, das heisst Verstehen, ist zum Beispiel
für Klaus Huber eine Voraussetzung für Frieden. - Ein ökologisches Interesse an der Soundscape: an der akustischen Umwelt beziehungsweise an akustischer Umweltverschmutzung.
- Der Reiz einer «ambient music».
- Die Grenzüberschreitungen zwischen den Künsten: Kooperation zwischen
Musik und bildender Kunst etc. - Der multimediale Raum: inter- oder transdisziplinär, interaktiv. Vernetztes
Denken; vernetzte Wahrnehmung. - Die Krise des Werkbegriffs, vor allem auch des musikalischen Werks als eines
Dramas oder eines Prozesses. Die akzeptierte Rolle des Zufalls in der Musik.
Hinzu kommt ein neues Verständnis von Zeit. - Neue musikalische Erfahrungen im Zeitalter nach der Postmoderne.
- Oder schlicht: ein noch längst nicht vollständig erforschtes musikalisches Gebiet.
«Ich bin der festen Überzeugung, dass wir im Moment daran sind, ‹Raum› überhaupt erst zu entdecken», notiert Andres Bosshard dazu. Die Recherche hat also erst wirklich begonnen
1975 ging er nach Freiburg im Breisgau zu Klaus Huber und Brian Ferneyhough. Er plante da eine Studienaufenthalt von einem Jahr.
Huber bekämpft, indem er uns derartig „die Ohren putzt“, wie er sagte, den europäischen Kulturimperialismus ebenso wie alle Erscheinungen einer so genannten Weltmusik. Denn es geht ihm „die Interaktion der so reichen wie verschiedenartigen Musikkulturen unseres Planeten, so lange es diesen noch gibt…“ Das Oratorium „Erniedrigt – Geknechtet – Verlassen – Verachtet“ ist in diesem Sinne sein Hauptwerk der achtziger Jahre. „Steht alle auf, auch die Toten“ schreibt er über den vierten Satz. Dass sein hohes künstlerisches Ethos der überragenden Qualität seiner Werke entspricht, macht ihn zu den Großen seiner Generation.
Freiburg hatte damals schon eines der modernsten Elektronikstudios, das auch auf Live Elektronik ausgerichtet war, also transportfähig.
…… unterrichtete Haller von 1974 bis 1990 an den Universitäten Freiburg und Basel sowie an der Hochschule für Musik Freiburg. Ende 1989 ging Haller in den vorzeitigen Ruhestand, um im Auftrag der Heinrich-Strobel-Stiftung eine Dokumentation über das Experimentalstudio und die Erforschung der Elektronischen Klangumformung zu schreiben.
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Hans Peter Haller und Otto Tomek bestaunen das neue Halaphon.
Als Hans Peter Haller 1989 als Leiter des Studios zurücktrat wurde André Richard sein Nachfolger.
Er trieb die Digitalisierung voran. 1989 war das und heute reden vile Politiker von einer digitalen Revolution. Naja, wenn man nicht dabei war, muss darüber reden.
Um 2008, wurde der Laptop zum Musikinstrument.
Ge Wang und Perry R. Cook: ChucK: A concurrent, on-the-fly audio programming language.
Seit dieser Zeit versuche ich konsequent alles mit Software zu machen. Wenn ganze Server virtualisiert werden können kann man das auch mit Instrumenten und elektronischen Bauteilen.
- Welche Klangfarbe hat ein Diode, wenn man sie mit Software simuliert usw. usw. usw.?
- Wieso soll ich Gongs schleppen, wenn ich sie als Software auch kaufen kann?
- wie zelebriere ich beim Spiel einen auf dem laptop geschlagenen Gong?
- wie klingen die Worte der Bibel, wenn ich versuche sie am laptop mit neuen Sounds zu programmieren?
- https://www. = wer bin ich, woher komme ich, wohin gehe ich
- ist der Klang eines analogen Transistor anders zusammengesetzt als ein mit Software simulierter Transistor
- was soll ich selbst programmieren, was übernehmen
- Ästhetik??
zurück zu André Richard und Frbg.i.Brg.
Er gibt auch Meisterkurse für Klanggestaltung im Raum und für die Interpretation mit neuen Medien.
André Richard lies neue Hardware entwickeln, eine digitale Filterbank ein Steuerpult (Advanced Remot Control)
1993 gab es erstmals die Möglichkeit über den Matrix-Mixer, ein Mischpult mit 64 Ein- und Ausgängen, einen Klang über 64 Lautsprecher im Raum zu verteilen und zu bewegen.[1]
„Als »Instrument« zur Interpretation von live-elektronischer Musik“[6] wurde im Zeitraum von 2002 bis 2005 der AreC-Controller (Advanced Remote Control) im Experimentalstudio entwickelt. Der Controller ermöglicht es, sämtliche Geräte für Live-Elektronik mittels OSC über Ethernet zu steuern. Diese Trennung von Geräten (Computer oder andere Software) und Controller ermöglicht es, die live-elektronischen Elemente völlig geräuschlos von einem beliebigen Standort aus zu bedienen.
Ein wichtiger Bestandteil des Studios ist bis heute die Möglichkeit an der Entwicklung neuer technischer Geräte zu arbeiten, die oft in Zusammenarbeit von Technikern und Komponisten entstehen.
Mark Frauenfelder
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Das Konzept „Musik für Räume“ zeigt u.a. auch dass der Klangort sehr viel sein kann. Kirche, Gewölbe, ein Museum, ein Tal, ein Park, ein Steinbruch oder eben wie oben ein Wald.



