Category: Udo Matthias

Dezember 8th, 2019 by Afrigal

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Der Code macht die Musik

Ob beim Komponieren oder beim Erkennen des nächsten Superhits: In der Musik geben zunehmend Algorithmen den Takt an. Ist das noch Kunst?

Katja Scherer

Das ist Programmiersprache. Und: Es ist Musik. Genauer gesagt, ein kleiner Ausschnitt aus „A Study in Keith“, einer Programmier-Performance des australischen Code-Musikers Andrew Sorensen. Nur dass die Takte nicht mit Noten auf einem Blatt Papier notiert wurden, sondern mittels kühl durchdachtem Code entstanden sind. In einem Internetvideo lässt sich beobachten, wie Sorensen Klammern und Buchstaben und damit auch sein Lied verändert.

Diese Variante mag noch als Komponieren durchgehen, aber die Technologie dahinter hat weit grundlegendere Auswirkungen. Wenn Noten zu Code werden, ist der Schritt nicht mehr weit, mit künstlicher Intelligenz Lieder zu schreiben. Tatsächlich gibt es schon erste Beispiele: Das Programm Melomics von Forschern der Universität Málaga etwa hat in den letzten sechs Jahren über eine Milliarde Songs aus unterschiedlichen Genres komponiert. Kein menschlicher Musiker war jemals so produktiv. Die Qualität? Selbst das London Symphony Orchestra hat bereits seine Stücke gespielt.

Musik gilt seit jeher als feinste Form des emotionalen Ausdrucks, als irrational und unberechenbar. Mozart wurde als Wunderkind gefeiert, Wagner als Genie. Heute aber können mithilfe von Software selbst Laienmusiker anspruchsvolle Werke komponieren. Und manche Computer schreiben ganz allein Symphonien – binnen weniger Minuten. Ihre Werke lassen sich sogar für geübte Hörer kaum von menschlichen Kompositionen unterscheiden. „Die Erforschung der künstlichen Intelligenz hat gewaltige Fortschritte gemacht“, sagt Thomas Troge, Professor für Musikinformatik an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. „Das verändert auch die Art, wie Musik bewertet wird.“

Ist musikalischer Erfolg also in Wirklichkeit gar keine Kunst, sondern nur eine besonders gelungene Analyse statistischer Zusammenhänge? So ergreifend Musik oft ist, folgt sie doch bestimmten Regeln. Zum Beispiel der Harmonielehre: Welche Note darf auf eine andere folgen? Oder dem Kontrapunkt-Prinzip, bei dem eine Gegenstimme zu einer gegebenen Tonfolge kombiniert wird. Beim algorithmischen Komponieren werden diese Regeln in Formeln übersetzt, die der Computer ausführt. Und trotzdem – oder gerade deswegen – klingen die Stücke weich und in sich stimmig. Bestes Beispiel ist die 90-sekündige Pianomelodie, die Googles künstliche Intelligenz im Project Magenta komponiert hat: Die Harmonie stimmt, jeder Beat sitzt.

Versuche, das Komponieren zu automatisieren, gibt es schon seit Ende des 18. Jahrhunderts. Beim sogenannten Musikalischen Würfelspiel wurden Zufallszahlen erzeugt und dann je nach Augenzahl und Anzahl der Würfe Takte aus einer vorgegebenen Tabelle ausgewählt. Mit dem Aufkommen elektronischer Musik erhielt dieses Vorhaben neuen Aufwind. Ende der 1980er-Jahre schrieb der amerikanische Musikprofessor David Cope die Software „Experiments in Musical Intelligence“. Cope fütterte den Computer mit unzähligen Symphonien von Händel bis Haydn. Seine Software untersucht die Stücke auf bestimmte Gesetzmäßigkeiten: Welche Intervalle werden oft benutzt? Welche Tonarten liegen vor? Dann erstellt sie neue Werke im gleichen Stil.

David Cope

Was für Cope vor allem eine Spielerei war, hilft heute professionellen Musikern bei der Arbeit. Mithilfe von Computerprogrammen wie Alda, Avid Sibelius First oder Liquid Notes müssen sie nicht mehr stundenlang über Tonfolgen grübeln. Oft reichen schon wenige Klicks, und der Algorithmus schreibt die Akkorde fort oder checkt, ob die Harmonielehre beachtet wurde. Für Komponisten wie Max-Lukas Hundelshausen eine große Erleichterung. Der 25-Jährige verbindet bei seiner Arbeit elektronische Klänge mit Instrumentalkompositionen. Solche Programme erlaubten vor allem „analytischen Zugriff auf die Anatomie von Klängen“ oder ermöglichten das „zeitnahe Ausgestalten“ von Motivvariationen, so Hundelshausen.

Auch wer gern ein Instrument spielt, aber keine Bandkollegen findet, kann auf Software vertrauen. Das Programm „Band in a Box“ ersetzt eine Begleitband, indem es automatisch ein Arrangement mit verschiedenen Instrumenten erzeugt und abspielt. Und wer gern singt, den dürften die Mi.mu Gloves interessieren: Die Handschuhe, eine Entwicklung der Musikerin Imogen Heap, sind über Funk mit einem Computer verbunden. Werden sie von einem Sänger getragen, kann dieser seine musikalische Begleitung über Gesten selbst erzeugen. Vereinfacht heißt das: Hand oben bedeutet hohe Töne, Hand unten tiefe. Eine wirklich wohlklingende Melodie auf diese Weise zu erzeugen, erfordert allerdings viel Übung und Konzentration.

Manchmal sind Computer sogar schon so gut, dass sie gar keine Komponisten mehr brauchen. So wie der Superrechner Iamus, der 2010 von Forschern an der Universität Málaga entwickelt wurde. Iamus besteht aus 1600 Prozessorkernen und hat die Rechenleistung von rund 500 PCs. Sein Algorithmus Melomics folgt dem Prinzip der biologischen Evolution: Er erzeugt aus vorhandenen Tönen zufällige Variationen, wählt die am besten passenden aus und kombiniert sie zu einem Schnipsel Musik. Abschließend setzt er die Schnipsel zu einem Stück zusammen. Dazu braucht er nur ein paar Parameter wie Stimmung oder Instrumente und liefert rund acht Minuten später eine fertige Partitur. Man kann sie auf der Website melomics.com anhören oder sich die zugehörige App aus dem Google Play Store herunterladen.

Aber ihre wahre Wirkung entfaltet die programmierte Musik, wenn wir es gar nicht merken. Sie dudelt in Kaufhäusern oder Warteräumen, um dem Anwesenden ein wohliges Gefühl zu geben. Es sind Lieder, die man nebenbei hören kann, die nicht wehtun, kaum auffallen. Oft steht dahinter eine ganz rationale Überlegung: Lieder in Dur zum Beispiel machen die Hörer zufriedener, und zufriedene Kunden kaufen mehr. Es ist Musik in Endlosschleife, einfach herzustellen, massenhaft verfügbar – in der Liebhaber allerdings eine kulturelle Entwertung sehen.

Mit Kunst oder Kreativität habe all das nur noch wenig zu tun, sagt Albert Gräf, Leiter des Bereichs Musikinformatik an der Universität Mainz. Bei Googles Pianomelodie aus dem Project Magenta etwa mag die Harmonie stimmen. Dennoch ist der Song zu gleichförmig und dramaturgiefrei, um spannend zu sein. Für Gräf ist die menschliche Kreativität daher noch genauso wichtig wie früher. „Auch bei der algorithmischen Komposition ist nicht der Computer kreativ, sondern der Mensch, der die Programme erstellt und sie durch seine Eingaben steuert.“

Auch auf andere Weise droht der frühere Zauber der Musik verloren zu gehen. Selbst wenn Menschen sie komponieren, liefert ihre Grundlage immer öfter eine kühle Berechnung. Schon seit Jahren versuchen Forscher beispielsweise herauszufinden, welche Merkmale einen Song erfolgreich machen: die Songlänge? das Tempo? die Melodie? Hit Song Science heißt diese Wissenschaft. Eine der aktuellsten Studien dazu veröffentlichten Wissenschaftler der Universität Antwerpen Ende vergangenen Jahres.

Ihr Algorithmus sagte jedem der Top-10-Hits der britischen Single-Charts eine mehr als 60-prozentige Erfolgswahrscheinlichkeit voraus. Die Analyse erfolgte zwar im Nachhinein. Aber da der Computer rechnete, ohne die Hitparade zu kennen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Algorithmus auch wirkliche Prognosen erlaubt. Auf ihrer Software aufbauend, haben die niederländischen Forscher eine Webseite entwickelt, auf der professionelle Musiker oder Laien ihre Lieder hochladen können, um zu testen, wie viel Hitpotenzial diese haben.

Unterstützt wird die Suche nach dem nächsten Superhit durch die Digitalisierung des Musikhörens. Allein Spotify hat im vergangenen Jahr für rund 74 Millionen Nutzer mehr als 20 Milliarden Stunden Musik gestreamt, jeden Tag werden unzählige Songs auf Facebook geteilt. Dabei beobachten die Anbieter die Nutzer genau. Eines der ersten Unternehmen, das aus Big Data in der Musik ein Geschäft machte, war die Musikerkennungs-App Shazam: Wer im Club steht und einen guten Song hört, öffnet die App auf dem Smartphone und zeichnet ein paar Sekunden lang die Musik auf. Sekunden später erscheinen Songtitel und Künstler auf dem Display. Jeden Tag werden so rund 20 Millionen Suchanfragen analysiert.

Für Plattenfirmen sind diese Daten viel Geld wert. Früher schickten sie ihre Talentsucher nachts in Underground-Bars, um dort die Ohren nach neuen Künstlern offenzuhalten – eine mühselige und zeitaufwendige Suche. Mithilfe von Apps wie Shazam geht es schneller und einfacher. Im Jahr 2014 veröffentlichte das Unternehmen eine Karte, die zeigte, welche Lieder damals in New York, Mumbai oder São Paulo am häufigsten gesucht wurden. Plattenfirmen wie Republic Records setzen ihre Agenten nicht mehr in Bars, sondern vor den Rechner: Dort bekommen sie einen deutlich besseren Überblick, wo sich gerade ein neuer Song wie ein Virus verbreitet. Musikproduzenten können früher als je zuvor auf Trends reagieren und entsprechende Nachahmer auf den Markt bringen.

Künstler wie Max-Lukas Hundelshausen befürchten, dass die Musik dadurch nicht besser wird: „Musik ist ein Kulturgut, das sich nicht in Marktforschungsraster pressen lässt, ohne an Charisma zu verlieren.“ Superhits wie die „Bohemian Rhapsody“ von Queen wären wohl von einem Algorithmus von vornherein aussortiert worden. Mit seinen knapp sechs Minuten Länge ist das Lied schließlich alles andere als radiotauglich. Definitiv ein Verlust für die Musikgeschichte.

Schon jetzt wird die sogenannte Mainstream-Musik gleichförmiger: Spaniens nationaler Forschungsrat kam 2012 zu dem Ergebnis, dass die internationalen Hits, die zwischen 2000 und 2010 gespielt wurden, weniger abwechslungsreiche Tonfolgen aufwiesen als die Musik in früheren Jahrzehnten.

Raum für Überraschungen wird es aber weiterhin geben, meint Musikinformatiker Thomas Troge. Allein deshalb, weil musikalischer Erfolg aus mehr besteht als nur einer guten Tonfolge. „Er ist immer auch ein sozialer Erfolg. Es geht nicht nur um den Song, sondern auch um den Künstler, der dahintersteht.“ Stars sind nicht nur wegen ihrer Stimme berühmt, sondern auch wegen ihres Aussehens und des Glamours, den sie ausstrahlen. Dazu kommt: „Auch die Gesellschaft verändert sich“, so Troge. Was gestern noch beliebt war, kann heute schon als langweilig gelten.

Ein Garant dafür, dass Menschen die Stars der Zukunft sind, ist das dennoch nicht. In Japan etwa feiert die Sängerin Hatsune Miku seit Jahren regelmäßig Chart-Erfolge, Zehntausende Fans strömen zu ihren Konzerten. In diesem Jahr steht die erste Tour durch die USA an. Hatsune hat dünne Storchenbeine, türkises Haar, das bis zum Boden reicht, und noch nie ein Interview gegeben. Denn Hatsune ist keine reale Person, sondern eine Manga-Figur, die als Hologramm auf die Bühne projiziert wird und deren künstliche Gesangsstimme aus dem Synthesizer kommt. Der Kultfaktor stimmt dennoch. Wenn die Welt virtuell wird, warum nicht auch ihre Stars?

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Dezember 6th, 2019 by Afrigal

Photos by Barbara Barefield, courtesy of Pi Recordings
Im Mai 1969 traf ein in Chicago ansässiges Quartett radikal experimenteller Musiker
zwei Entscheidungen, die bis heute Anklang finden.
Angesichts der düsteren Realität der Arbeitslosigkeit in Chicago folgten sie einer 
Einladung nach Paris. Während der Vorbereitung auf den Umzug beschloss die Gruppe,
 die damals als Roscoe Mitchell Art Ensemble bekannt war (bestehend aus den 
Saxophonisten Roscoe Mitchell und Joseph Jarman, dem Trompeter Lester Bowie und 
dem Bassisten Malachi Favours), sich zu einer gleichberechtigten Partnerschaft 
umzustrukturieren. Mitchells Name wurde vom Festzelt gestrichen. jetzt waren sie
 nur noch das Art Ensemble. Die Änderung wurde verfestigt, als der Veranstalter
 ihres ersten Konzerts in Paris sie als "The Art Ensemble, of Chicago" in Rechnung
 stellte.

 
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Malachi Favors
Sie eroberten Paris im Sturm und erregten Aufsehen mit Performances, die visuelle 
Ikonographie, Performancekunst und Musik kombinierten, die in ihrem Konzept von 
Klang, Stille, Textur und Klangfarbe völlig originell waren. Als sie Ende 1971 mit 
dem Schlagzeuger Famoudou Don Moye nach Hause zurückkehrten, waren es sowohl das 
Selbstvertrauen als auch der internationale Ruf, die ihre Karriere beflügelten und
 sie zur Flaggschiff-Band für Chicagos experimentelles Musikkollektiv, 
der Association for the Advancement of Creative Musicians, machten (AACM).
„Sie haben eine Offenheit für Formen geschaffen“, sagt die Cellistin Tomeka Reid, 
eine weitere Mitarbeiterin. „Sie brachten Energie, sie brachten alle Arten von 
Instrumenten mit und sie beschränkten sich nicht darauf, irgendeine Art von Musik
 zu spielen. Sie haben eine breite Palette, und ich denke, dass viele Musiker 
und Ensembles weltweit von dem, was sie getan haben, beeinflusst wurden. “
Sie leisteten auch Pionierarbeit für eine kollektive Herangehensweise an Musik und
 Wirtschaft und hielten auch nach dem Tod der meisten ihrer Mitglieder durch. 
Heute sind es Mitchell und Moye.
Nichtsdestotrotz überlebt das Art Ensemble das Ereignis mit der Veröffentlichung 
von We Are On The Edge: Eine Feier zum 50-jährigen Jubiläum von Pi Recordings. 
Die neue Platte enthält 18 Musiker, darunter Nicole Mitchell, die Dichterin Moor 
Mother, eine Streichergruppe (darunter Reid) und einen Dirigenten. Roscoe Mitchell 
und Moye bleiben ihr Kernkollektiv und die kreative Kraft hinter dem, was sie immer
 noch als „Great Black Music - Ancient to the Future“ bezeichnen.

 
Art-ensemble-1244-3
Roscoe Mitchell and Lester Bowie

Chicago, Illinois
✓ following

Formats: Compact Disc (CD), Digital

"Das ist der Grund, warum das Art Ensemble überlebt hat - weil es ein Kollektiv 
war", sagt Roscoe Mitchell (jetzt 78). So gut ergeht es mir nicht. Das wollten wir 
nicht. Wir wollten die Kontrolle darüber haben, was wir tun. “
Als Veteran von Chicagos wegweisender (aber nicht aufgezeichneter) Experimentalband
 stellte Mitchell 1966 sein Art Ensemble als Sextett zusammen, das Favours
 (einen weiteren Alumnus der Experimentalband) und den kürzlich in 
St. Louis transplantierten Bowie umfasste. Im August 1966 nahmen sie Sound auf, 
ein Album, das heute als das Gründungsdokument des Art Ensemble of Chicago gilt - 
und einen Meilenstein in der experimentellen Musik darstellt.
„Sound ist eines der wichtigsten Stücke der Musik des 20. Jahrhunderts“, 
sagt der Trompeter-Komponist Wadada Leo Smith, der mit mehreren 
Art Ensemble-Mitgliedern zusammengearbeitet hat. „Jeder Instrumentalist sollte 
sein Solo nach dem Konzept des Klangs zusammenstellen. Keine Melodie, kein Rhythmus,
sondern Klang und die Beziehung zwischen Klang und Stille. “
Die Mitglieder des Art Ensembles konzentrierten sich zunehmend auf Komposition 
und kollektive Improvisation anstatt auf Soli, mit Einflüssen überall und überall -
 von Chicagos reicher Jazzgeschichte bis zur europäischen klassischen Musik,
 die Mitchell studierte. Jeder Musiker spielte auch mehrere Schlaginstrumente, 
die eine Vielzahl von Texturen hinzufügten. Im April 1969 luden sie Joseph Jarman, 
einen AACM-Multi-Reeder, ein, sich ihnen anzuschließen. Er erweiterte die 
Tonpalette der Band exponentiell.
„Joseph Jarman war als Multi-Holzbläser einzigartig und einzigartig“, sagt 
Paul Steinbeck, Professor für Musik an der Washington University in St. Louis und 
Autor von Message to Our Folks: Das Kunstensemble von Chicago. "Wenn Sie sich 
seine Credits im Laufe der Jahre ansehen, sind es alle Saxophone. es sind alle 
Klarinetten; es sind Flöten; Es ist das Doppelrohr wie Oboe und Fagott. "
Es war nicht genug, um in Chicago Konzerte zu bekommen. Europa hatte Wind von der
 AACM bekommen, und 1968 lud ein in Paris ansässiger Journalist Mitglieder ein, 
in Frankreich zu arbeiten. Die Musiker des in Kürze erscheinenden Art Ensembles 
waren die ersten, die annahmen, im Juni eintrafen und ein Bauernhaus außerhalb 
von Paris mieteten, um in ganztägigen Sitzungen zu leben, zu komponieren und zu 
proben. Das einzige, was sie brauchten, war ein Vollzeitschlagzeuger; 
Der in Rochester, New York geborene Famoudou Don Moye füllte diesen Platz im 
November 1969 und beeindruckte sie mit der großen Auswahl an Schlaginstrumenten, 
die er neben den Trommeln spielte.

 
1Hail Now We Sing Joy00: 10/00: 582Es ist das Zeichen der Zeit00: 10/00: 
583Tech Ritter und die Megabytes00: 10/00: 584Wind und Drum00: 10/00: 
585The Meeting00: 10/00: 586Amin Bidness00: 10 / 00: 587Der Zug nach Io00: 10 / 
00:58
"Als ich zum ersten Mal in die Band kam, sprach Lester über" Wir wollen ein Teil 
der Musikgeschichte sein. Wenn Sie nicht dabei sein möchten, müssen Sie jetzt hier 
raus “, sagt der 72-jährige Moye, der in Marseille lebt. "Ich wollte nicht nein 
sagen. "Möchtest du ein Teil davon sein?" Verdammt richtig, ich möchte ein Teil 
davon sein. "
Das Art Ensemble machte sofort Eindruck, arbeitete ununterbrochen und nahm 15 
Alben in seinen zwei Jahren in Europa auf. Bei seiner Rückkehr nach Hause hat 
das Quintett seine kollektive Struktur verdoppelt, um in den USA überleben zu 
können. Sie haben ihre Ressourcen gebündelt, um einen Greyhound-Bus von 1951 
zu kaufen, mit dem sie in den nächsten zehn Jahren monatelang durch das Land 
gereist sind. Moye baute seine Wohnung in Chicagos Musicians Building in das 
Geschäftsbüro des Art Ensembles um und stellte schließlich Mitarbeiter ein. 
Die Einnahmen aus Tourneen und Albumverkäufen flossen alle in die Kassen des
 Art Ensembles.
 
Art-ensemble-1244-1
Art Ensemble of Chicago at the Detroit Institute of Arts,1990.
Mitte der 80er Jahre reduzierte die Band ihren Zeitplan und gab den Mitgliedern die
Freiheit, andere Wege zu erkunden. Bowie und Jarman zogen nach New York und wurden 
dort aktiv. Das Art Ensemble tourte und nahm Anfang der 90er Jahre an einigen
 hochkarätigen Kollaborationen teil, insbesondere mit einer Gruppe von Musikern 
aus Soweto, Südafrika, bevor Jarman 1993 die Band verließ, um sich auf seine 
Tätigkeit als buddhistischer Priester zu konzentrieren. Sie erlebten 1999 einen 
tragischen Verlust, als Bowie an Leberkrebs starb.
Die Band bestand bis 2003 als Trio, als Jarman sich freudig wieder dem Art Ensemble
 anschloss. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer, als Favours im folgenden 
Jahr verstarb. Die anderen luden Jaribu Shahid, einen Chicagoer Bassisten, der 
häufig mit Mitchell zusammenarbeitete, ein, seinen Platz einzunehmen.
„Ich bin mit dem Art Ensemble aufgewachsen, bevor ich überhaupt über Musik 
nachgedacht habe“, sagt Shahid. "Es war die einmalige Gelegenheit, diese Katzen 
kennenzulernen und zu erfahren, was sie für die Musik getan haben. Sie haben 
wirklich die Sichtweise der Menschen auf diese Musik in der Welt geöffnet. “
 

Art-ensemble-600-1

Nachdem das Art Ensemble 2006 mit Shahid und dem Trompeter Corey Wilkes die 
nicht-kognitiven Aspekte der Stadt aufgenommen hatte, trat es nur gelegentlich auf,
 hauptsächlich bei Festivals und einmaligen Konzerten. Gesundheitsprobleme zwangen
 Jarman, 2011 wieder in den Ruhestand zu treten. Er trat 2017 bei einem New Yorker 
Konzert endgültig auf und starb im vergangenen Januar mit 81 Jahren.

Obwohl das Art Ensemble nur aus zwei besteht, kommt die Begeisterung für die neu 
erweiterte Orchesterversion, die sich zu ihrem goldenen Jubiläum 
herauskristallisiert hat, nicht zu kurz - mit neuen Kompositionen von Moye und 
Mitchell und Gedichten von Moor Mother.
 
Art-ensemble-600-5
Moor Mother
"Wir haben immer gesagt, wenn das Kollektiv auf eine Person reduziert wird, dann 
ist das das Art Ensemble", sagt Mitchell. "Und jetzt sind es nur noch zwei Personen.
 Das Art Ensemble war wie ein Schulbesuch und im Moment bin ich aufgeregter als 
je zuvor.
"Wenn Sie mir vor langer Zeit gesagt hätten," Hey, das Ding hört nie auf ", 
hätte ich Ihnen vielleicht nicht geglaubt. Aber ich verstehe es jetzt. "
-Michael J. West
 

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Dezember 2nd, 2019 by Afrigal

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November 23rd, 2019 by Afrigal

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November 18th, 2019 by Afrigal

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November 16th, 2019 by Afrigal

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Don Preston

 

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November 10th, 2019 by Afrigal

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November 10th, 2019 by Afrigal

 

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Musik Zeichnen Malen

Grafische Audiosynthese und Upic

Iannis Xenakis (1922-2001) war ein Architekt und Komponist, der sich in den 1970er Jahren eine neue Art der Musikgestaltung vorstellte. Sein System mit dem Namen UPIC für „Unité polyagogique informatique du CEMAMU“ verwendete ein Grafiktablett und einen recht teuren Computer.

 

 

Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

UPIC (Unité Polyagogique Informatique CEMAMu) ist ein computergestütztes Kompositionswerkzeug, das vom Komponisten Iannis Xenakis entwickelt wurde. Es wurde am Centre d’Etudes de Mathématique et Automatique Musicales (CEMAMu) in Paris entwickelt und 1977 fertiggestellt. Xenakis verwendete es für sein nachfolgendes Stück Mycènes Alpha (1978) und es wurde von Komponisten wie [Julio Estrada, Eua´on (1980),] Jean-Claude Risset (über Saxatile (1992)), François-Bernard Mâche (Hypérion (1981), Nocturne (1981), Tithon (1989), Moires (1994), Canopée (2003) )), Takehito Shimazu (Illusions in Desolate Fields (1994)), Mari King und Curtis Roads. Aphex Twin sprach darüber in einem Interview Es gab einige Versuche, das UPIC-System unter Verwendung von Standardhardware zu reproduzieren, beispielsweise Iannix, HighC, UPISketch. IanniX, das vom französischen Kulturministerium gesponsert wurde, ist ein grafischer Open-Source-Sequenzer, der über Open Sound Control-Ereignisse und -Kurven mit einer Echtzeitumgebung synchronisiert wird (z. B. Pure Data, SuperCollider, Csound, MaxMSP und openFrameworks). . Für seinen Teil wird HighC derzeit als pädagogisches Hilfsmittel in Klassen von frühen Teenagern bis zu Meisterklassen für Komposition verwendet, während einige zeitgenössische Komponisten, wie George Hatzimichelakis, es zu einem Teil ihres Instrumentariums gemacht haben.

 Aphex-Twin

Schriftbild

Jean-Baptiste Thiebaut, Patrick T. Healey, Nick Bryan Kinns, ZEICHNUNG ELEKTROAKUSTISCHE MUSIK, Interaktion, Medien und Kommunikation, Queen Mary, University of London

https://web.archive.org/web/20110719174745/http://www.eecs.qmul.ac.uk/~jbt/papers/ThiebautHealeyKinns-ICMC2008.pdf

Rodolphe Bourotte, Cyrille Delhaye, Lernen, selbst zu denken: Von UPIC angetrieben, neue Wege des Komponierens zu eröffnen. , In: Organized Sound, Vol. 18, Nr. 2, S. 134-145.

https://openmusiclibrary.org/article/62102/

Externe Links

Xenakis‘ original block diagram of the system.

 

 

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Oktober 3rd, 2019 by Afrigal

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Charlie Roberts: Gibbering at Algoraves

 

 

 

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Oktober 1st, 2019 by Afrigal

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